Warum auch Dein Auto „rostet“ – Flugrost sicher entfernen
Wirkindikator vom Flugrostentferner

Warum auch Dein Auto „rostet“ – Flugrost sicher entfernen

Selbst neue Autos haben Rost, oder?

Im Karosseriebau hat sich in den letzten Jahrzehnten im Thema Korrosionsschutz einiges getan. Noch nie waren unsere Autos so beständig gegen Rost wie heute. Wie kommt es also dazu, dass man – vor allem bei weißen und silbernen Lacken – diese hässlichen, rot-braunen Punkte findet? Ganz einfach: Nicht das Auto rostet, sondern kleine Eisenpartikel, die sich in unserer Luft befinden und sich auf dem Lack abgesetzt haben. Deshalb auch der Name „Flugrost“.Diese Partikel bestehen hauptsächlich zum einem aus Industriestaub und zum anderen entstehen sie durch Abrieb in unseren Bremsanlagen. Das heißt also, jedes mal wenn wir bremsen, erzeugen wir neues Material für diese lästigen Flecken. Das ist auch der Grund, warum überwiegend die Kotflügel, die Schweller und die Heckklappe betroffen sind. Eben überall da, wo die Luftströmung an der Bremsanlage vorbei zieht.

Flugrost auf Lack

Wieso setzt der Flugrost aber bei hellen Autos an?

Tatsächlich befällt der Flugrost jegliche Arten von Lack, doch nur bei hellen Lacken fällt es besonders auf. Bei dunklem Lack ist der Befall weniger sichtbar, doch deutlich spürbar. Selbst nach einer intensiven Wagenwäsche kann man meist noch Fremdkörper auf der Lackoberfläche spüren. Fremdkörper, die sich nicht durch die milden Tenside der Auto-Shampoos oder durch alkalisch wirkenden Aktivschaum anlösen lassen. Das sind in den meisten Fällen Reste von Baumharz, Teer von der Straße, Farbablagerungen von Fahrbahn-Markierungen und der besagte Flugrost.

Wie also bekommt man Flugrost wieder los?

Unsere Empfehlung: Flugrostentferner, Reinigungsknete und ganz wichtig – Geduld. Konventionell hat man in der Vergangenheit mit säurehaltigen Reinigern gearbeitet. Säure löst besonders gut mineralische Verschmutzungen – dazu gehören auch Eisenoxide, umgangssprachlich Rost. Doch es hat sich herausgestellt, das Säuren weder gut verträglich für die Umwelt, noch für die Materialien am Auto sind. Deshalb wurden spezielle, reaktive Komponenten für die Reinigunsmittel entwickelt. Diese wirken zwar leider nicht so schnell, jedoch aber deutlich schonender als Säuren. Außerdem hat man den Vorteil, dass ein sogenannter Wirkindikator beigemischt werden kann. Der Kontakt mit eisenhaltigen Partikeln färbt den Reiniger lila.

Flugrost entfernen
Wirkindikator bei weißen Lack mit Flugrostbefall

So kann der Flugrost leichter lokalisiert werden und man hat einen Anhaltspunkt, wann die richtige Einwirkzeit erreicht wurde. Trotz Spezialreiniger sollte man aber nicht zu ungeduldig werden. Der oberflächliche Rost wird nur Schicht für Schicht angelöst. Eine Anwendung reicht nur selten aus. Wer jetz aber keine Lust hat vier, fünf oder sogar noch mehr Durchgänge zu vollziehen, kann nach dem zweiten oder dritten Durchgang auch zur Reinigungsknete greifen. Doch Vorsicht: Reinigungsknete wirkt abrasiv. Das heißt, die Verschmutzung wird mechanisch abgetragen. Der Lack wird beansprucht und mit feinsten Kratzern versehen. Anschließendes polieren kann hier Abhilfe leisten.

Profi-Tipp: Türen vorher öffnen

Oft ziehen metallische Verschmutzungen durch den Wind in die Türspalte bis zu den Türdichtungen hinein. Deshalb als Tipp: Erst alle Türen öffnen und innen den Flugrost entfernen. So spart man sich am Ende eine böse Überraschung und die doppelte Arbeit.

Flugrost auf Schweller
Einstiegsschweller mit Flugrost

Hast du auch schon Erfahrungen mit Flugrost gemacht? Dann teile deine Tipps gerne mit uns in den Kommentaren.

Dein Romio

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